Selbstoptimierung: Worauf du achten solltest, damit du dich nicht ausbremst

Selbstoptimierung liegt im Trend. Wer im Leben etwas erreichen möchte, der darf sich nicht damit zufriedengeben wie er ist, sondern muss alles dafür tun, um so zu werden, wie er sein könnte. Denn “besser” geht ja schließlich immer. 

Das ist zumindest das Credo derjenigen, für die Selbstoptimierung so etwas wie der Königsweg zu mehr Glück und Erfolg ist. Das andere Extrem besetzen die Zeitgenossen, die so gar keinen Anlass sehen, irgendetwas anders zu machen. “Ich bin so wie ich bin” hört man häufig aus deren Munde.

Dies Haltung fußt aber selten auf echter Zufriedenheit mit dem Status Quo. Oft sind Selbstzweifel, fehlender Mut zur Veränderung oder einfach nur Bequemlichkeit die wahren Gründe, die uns von der Selbstoptimierung abhalten.


Wieviel Selbstoptimierung tut dir gut?

Diese beiden extremen Sichtweisen zum Thema Selbstoptimierung zieht sich durch die gesamte mediale Darstellung. Entweder wird das Thema zerrissen und die Selbstoptimierer als “krankhaft optimierungssüchtig” dargestellt oder der Selbstoptimierung wird bedingungslos gehuldigt. Meist von denjenigen, die gut mit dem Thema verdienen. Beide Extrempositionen bringen dich nicht weiter. Denn wie so oft gilt: Es kommt auf die richtige Dosis an.

Eine kluge Selbstoptimierung in Maßen macht durchaus Sinn. Um z.B. im Sport ganz vorne mit dabei zu sein, ist sie sogar unabdingbare Voraussetzung. Aber auch in vielen beruflichen Themen, reicht es nicht aus “einfach nur zu sein, wie man eben ist”.

In diesem Artikel zeige ich dir zeigen, worauf du achten musst, damit dich Selbstoptimierung nicht ausbremst. Ich helfe dir dabei, die Gefahren und Stolpersteine eines übertriebenen Optimierungsdenkens, zu vermeiden.


Selbstoptimierung mit Maß und Verstand

Grundsätzlich ist erst einmal nichts dagegen einzuwenden, wenn Menschen das Bedürfnis haben, besser zu werden, dazuzulernen und ihre persönliche Entwicklung voranzutreiben.

Im Gegenteil! So funktioniert Bildung. Außerdem weiß man heute, dass Selbstentwicklung die effektivste Form des Lernens darstellt. Und Leitplanken dieser Selbstentwicklung sind Menschen in unserem Umfeld, die uns wichtige Impulse dafür liefern wie z.B. Eltern, Lehrer, Freunde oder Vorbilder.


Auf die richtige Dosis kommt es an

Aber wie so oft in solchen Dingen, schießen viele bei der Umsetzung übers Ziel hinaus. Frei nach dem Motto “Je höher die Dosis, umso stärker die Wirkung”.  Nicht nur in der Medizin kann das fatale Folgen haben. Auch im Bereich der körperlichen und psychischen Fitness ist die Wirkung eher kontraproduktiv.

Das “richtige Maß” an Selbstoptimierung liegt irgendwo zwischen diesen Extremen. Weder Selbstoptimierungsverweigerung noch Selbstoptimierungswahn sind erfolgsleitend. Betreibe Selbstoptimierung nur so intensiv, wie es dir tatsächlich guttut und du das Gefühl hast…es passt!


Macht Selbstoptimierung glücklich?

Die Wissenschaft sagt hier eindeutig NEIN! Das Streben nach mehr Produktivität, Erfolg und Effektivität führt nicht automatisch zu mehr Glück und Zufriedenheit. Im Gegenteil. Übertreibt man es, ist Selbstoptimierung eher ein wirksamer Glücksverhinderer. Warum das?


Selbstoptimierung raubt mentale Energie

Wenn du ständig mit der Optimierung deines ICHS beschäftigt bist, ist das auf die Dauer sehr anstrengend. Es beansprucht ständig die Zufuhr mentaler Energie, weil du ständig im Modus des bewussten Denkens bist.

Du musst dich ständig in irgendeiner Form überwachen. Selbst kontrollieren und reflextieren. Deine Leistung bewerten und hinterfagen.  Optimierungsstrategien überdenken und ggf. anpassen. Du bist ständig intensiv am Nachdenken – immer, stets und ständig!!

Auf Dauer wird das zu einem echten Problem. Der Energieverbrauch durch diese ständige Selbstbeschäftigung ist enorm. Logischerweise fehlt dir diese Energie dann woanders. Das kann unter Umständen fatale Folgen haben.

Unser eh recht fragiles rationales Entscheidungsvermögen, wird so noch weiter dramatisch geschwächt. Vermehrt Fehler und Fehlentscheidungen sind die Folge


Selbstoptimierung beansprucht deine ganze Aufmerksamkeit

Ganz zu schweigen davon, dass deine Aufmerksamkeit ständig auf die eigene Person gerichtet ist. Dein Fokus ist dadurch so dermaßen eng, dass dir vieles in deiner Umwelt entgeht. Da bleibt auch kaum Raum, sich mit anderen Menschen zu beschäftigen.

Selbst wenn du elektronische Helfer wie Fitness-Tracker benutzt, du musst deren Messergebnisse ständig bewerten und kognitiv verarbeiten. Deine Aufmerksamkeit. und das permanente mit sich selbst Beschäftigt sein muss ständig mental befeuert werden. Das ist auf Dauer ganz schön anstrengend.


Selbst Entspannung wird gnadenlos optimiert!

Selbst Phasen des Rückzugs und der Entspannung werden von Selbstoptimierungs-Junkies akribisch geplant und optimiert. Jeglicher Raum für Spontanität und wirkliches Loslassen geht verloren. Und läuft das Entspannungsprogramm nicht nach Plan, dann wird eben auch hier fleißig weiter optimiert.

Damit wirst du zum Esel, der ständig auf die Möhre schaut, die er nie erreicht. Das dramatische daran ist, du verpasst vieles von dem, was rechts und links des Weges liegt. Vom Hier und Jetzt ganz zu schweigen. Auf dein Glücksniveau wirkt das mega kontraproduktiv.

Für das seelische Wohlbefinden immens wichtige Eigenschaften wie die Selbstvergessenheit oder Selbstdistanz bleiben so völlig auf der Strecke.


Flow wird verhindert

Die ständige Beschäftigung mit der eigenen Person führt dazu, dass man nie wirklich zur inneren Ruhe kommt. Ständig kreisen die Gedanken darum, wie man seinen Marktwert nach innen und außen weiter steigern kann.

Wesentliche Faktoren für Glück und Zufriedenheit sind aber gerade Selbstvergessenheit und die Fähigkeit des Loslassens.

Gehen wir völlig in dem auf, was wir gerade tun, verliert das ICH völlig an Bedeutung. Dieser als FLOW bezeichnete Zustand hat vielfältige positive Wirkungen. Welche das sind und wie du Flow erreichen kannst, habe ich in einem anderen Artikel beschrieben.

Eine sehr gute Zusammenfassung zum Thema Flow von Prof. Csikszentmihalyi (allerdings in Englisch) findest du hier.


Du säst ungesunden Perfektionismus

Selbstoptimierungsfetischisten sind meist auch extreme Perfektionisten. Sie geben sich nie wirklich mit dem Erreichten zufrieden. Sind immer bestrebt, noch besser zu werden. Noch perfekter. Perfektionistische Selbstoptimierer investieren unglaublich viel Zeit und Energie in ihre Sache.

Selbst minimalste Verbesserungen sind ihnen äußerst wichtig, obwohl diese für das Gesamtergebnis für uns Normalbürger kaum Relevanz hat.

Was denkst du über dich? Siehst du dich als Perfektionisten? Wenn ja, dann betreibe deinen Perfektionismus nur so weit, wie er dir gut tut. Wenn du das Gefühl hast, nie wirklich zum angestrebten Ergebnis zu kommen, tritt auf die Perfektionismusbremse.

Ich empfehle dir dringend: Lass das Perfektseinwollen nicht ausarten. Das erzeugt nur Stress und produziert Misserfolge. Lerne unperfekter zu sein. 

Perfektionismus ist nicht generell schlecht. So lange er dich wirklich voran bringt und besser sein lässt als andere ist alles ok. Vor allem, so lange du dich gut damit fühlst!


Vorsicht Suchtgefahr!

Es gibt Menschen, die sich scheinbar als Lebensziel gesetzt haben, alles, aber auch restlos alles in Ihrem Leben zu optimieren. Da wird nichts dem Zufall überlassen. Akribisch wird jeder Lebensbereich unter die Lupe genommen und auf Optimierungsbedarf hin untersucht.

Jede noch so kleine Abweichung von der Soll-Norm wird identifiziert und ist Grund genug, für eine entsprechende Optimierungsstrategie.

Dieses zwanghafte Streben nach schneller, reicher, schöner, produktiver, effektiver – auch als Quantified Self bezeichnet – kann schnell zur Sucht werden. Wenn das Projekt “Verbesserung des ICH” lebensbestimmend wird, ist zumindest die Grenze der Verträglichkeit definitiv überschritten.


Selbstoptimierer sind unzufriedener und haben mehr Stress

Studien belegen, Menschen die ständig damit beschäftigt sind, ihr Leben erfüllter, bewusster, gesünder und effizienter zu gestalten, erleben weniger Zufriedenheit. Wenn du deinen Blick ständig auf das lenkst, was anders, besser oder schöner werden könnte, trainierst du dir die Fähigkeit, das Schöne in dem zu sehen, was du bereits hast, regelrecht ab.

Wie soll man mit seinem Lebenspartner jemals glücklich werden, wenn man sich ständig vor Augen hält, dass es da draußen in der großen weiten Welt bestimmt noch jemand gibt, der viel besser zu einem passt und mit dem man bestimmt viel glücklicher wäre. Dass das absolut kontraproduktiv ist, sollte jedem klar sein.


Förderung von Defizitdenken

Aber es kommt noch schlimmer. In dem du beim Selbstoptimierungsstreben den Fokus auf das legst, was du erst noch alles erreichen möchtest, trainierst du dir eine sog. defizitgelenkte Wahrnehmung an. Und dein Gehirn lernt schnell. Plötzlich siehst du nur noch die Dinge, die du nicht hast.

Du befindest dich mitten drin, in dem was wir Psychologen als hedonistische Tretmühle bezeichnen. Du optimierst auf Teufel komm raus, doch dein Glückniveau kommt nicht so recht in Schwung.


Selbstoptimierungshelfer mit Vorsicht genießen

Überall dort, wo Menschen etwas verändern wollen, gibt es ein riesiges Angebot an  Optimierungshelfer in Form von technisch-digitalen Helfern und Menschen, die als Coachs so ziemlich für alles Ihre Hilfe anbieten.

Fitness-Tracker, Smart Watches und Co.

Selbstoptimierung ist ein Milliardengeschäft und überall dort, wo man dir große Erfolge verspricht, solltest du besonders hellhörig sein. Besonders dann, wenn einschlägige Studien angeführt werden, welche die Wirkung diverser Selbstoptimierungshelfer wie z.B. Fitnesstracker eindrucksvoll zu untermauern scheinen.

Was viele nicht wissen, die Auftraggeber solcher Studien sind oft die Hersteller selbst. Einer streng wissenschaftlichen Überprüfung würden die meisten Studien nicht standhalten.


Coachs als Selbstoptimierungshelfer

Schau dir denjenigen, den du dir als Coach aussuchst, ganz genau an. Je großartiger das Heilversprechen, umso vorsichtiger solltest du sein. Schaue auf seine Kompetenzen. Lasse dich nicht von angeblichen Kundenstatements und blumigen Worten täuschen.

Viele Coachs leiten Ihre Kompetenz aus der Bewältigung eigenen Krise ab. Das reicht bei weitem nicht zur Qualifizierung zum Coach aus.


8 Tipps für eine erfolgreiche Selbstoptimierung

Wenn du möchtest, dass du dich nicht selber ausbremst, dann nutze die folgenden Tipps:

#1 Du kannst NICHT alles schaffen

Eine Maxime der Selbstoptimierungs- und Ratgeberlobby ist: “Du kannst alles schaffen, wenn du es wirklich willst”. Diese Aussage ist nicht nur kontraproduktiv, sondern sogar gefährlich. Sie treibt Menschen dazu Dinge zu tun, die nicht zu Ihnen passen, die sie nicht gut können, die sie oft sogar noch nicht einmal mögen.

Daher überlege dir genau, wo und wie intensiv du dich optimieren möchtest.  Wenn du beispielsweise wenig Freude am Laufen hast, dann solltest du dir keinen Marathon als Ziel setzen. Wenn du der eher gemütliche, etwas rundliche Typ mit viele Freude am guten Essen bist, dann solltest du als Optimierungsziel keine 60-Kg-Bikinifigur anpeilen.

Wähle stattdessen “dein Idealgewicht”. Das ist das Gewicht, dass zu dir und deinen Lebenspräferenzen passt. Kasteie dich dann nicht selbst mit einem Ziel, dass du realistisch betrachtet nicht erreichen kannst.

#2 Lerne deine Grenzen zu akzeptieren

Eine der wichtigsten Lernerfahrungen überhaupt, wenn nicht sogar DIE wichtigste, ist, deine ganz persönlichen Grenzen zu kennen. Das setzt voraus, dass du diese wirklich erfahren hast.

Verwechsle Grenzen nicht mit Widerständen. Letzter sollten dich primär anspornen sie zu überwinden. Dagegen solltest du Grenzerfahrungen als wichtiges Signal betrachten. Sie zeigen dir deutlich, was geht und was nicht. Grenzen sind nicht starr und lassen sich bedingt ausweiten.

Aber: Jeder Mensch hat eine absolute Grenze. Und über diese solltest du nicht hinaus gehen, sonst schadest du dir nur.

Setze deine Grenzen aber nicht zu vorschnell. Gehe bewusst einen Schritt weiter als üblich. Akzeptiere eine Grenze erst dann, wenn du dein Bestes gegeben hast. Reicht das nicht, dann ist es müßig, dafür weiter Optimierungsenergie zu verschwenden. Habe Mut zum Aufgeben und Scheitern. Dein Spielfeld ist dann wahrscheinlich ein anderes.

Wirkliche Grenzen kannst du nur erfahren, indem du dich selbst herausforderst, dich auf Unbekanntes einlässt, Dinge neugierig ausprobierst und du dir herausfordernde Ziele setzt.

Du darfst dabei auch ruhig einmal auf die Nase fallen. Grenzen zeigen dir, wo und in wie weit es sich lohnt, besser zu werden. Grenzen lehren dich aber auch von was du am besten die Finger lassen solltest.

#3 Schätze deine Potenziale optimistisch, aber realistisch ein

Selbstoptimierung macht nur dort Sinn, wo Potenziale vorhanden sind. Von der Motivationspsychologie wissen wir, dass die Motivation dann am höchsten ist, wenn du der Meinung bist, ein Ziel gerade noch so erreichen zu können.

Das bedeutet aber auch: Das Ziel muss realistisch, also im Bereich des Machbaren sein. Dein Wunsch nach Verbesserung sollte keinesfalls von unrealistischem Wunschdenken, falschen Idealen oder von der Erfüllung der Erwartungen anderer bestimmt sein.

#4 Konzentriere dich auf deine wahren Talente

Akzeptiere, dass es Dinge gibt, die du nicht gut kannst und wahrscheinlich auch nie gut können wirst. Unabhängig davon, wie groß der Anteil der genetischen Disposition im Verhältnis zur Umweltprägung tatsächlich ist (das weiß nämlich so genau kein Mensch!), wird es Dinge geben, die dir einfach nicht liegen.

Der Gitarrenschüler, der nach Monaten Gitarrenunterricht noch immer kein Gehör für das Stimmen der Gitarre entwickelt hat, wird nie ein guter Gitarrist werden.

Oder ein Beispiel aus dem Sport: ein eher untalentierter Läufer kann es zwar – mit entsprechendem Training – schaffen, einen Marathon unter 5 Stunden laufen, die 3h-Marke zu knacken, wird aber wohl eher ein Traum bleiben.

Finde heraus, was dir liegt, was du möchtest und was du besonders gut kannst. Was sind deine Stärken, deine wahren Talente? Nur dort lohnt es im großen Stil zu optimieren! Wie schaut es mit deinen Defiziten bzw. Schwächen aus? Lohnt sich hier Selbstoptimierung?

Ein gute Übung ist: Frage Menschen in deinem Umfeld, was zu dir passt, wo du ihrer Meinung nach deine Stärken und dein größtes Potenzial hast.

Meine Empfehlung: Defizite, bei denen du das Gefühl hast, dass sie dich stark behindern, solltest du angehen. Wäre hier aber immer wieder Aufwand und Erfolgsaussichten ab.

Begnüge dich im Zweifelsfall lieber mit kleinen, machbaren Verbesserungen. Alles andere kostet zu viel Energie – mental und körperlich. Und das erzeugt Stress, Überforderung und erhöht deine Chance zu scheitern.

#5 Genieße, was du bereits hast

Du hast die Wahl deinen Fokus selbst zu bestimmen. Das Glück des Ziels ist manchmal nur eine Illusion. Wenn das Ziel erreicht ist, stellen wir oft fest, dass wir in allem anderen immer noch derselbe Mensch sind.

Das Hochgefühl bei der Erreichung eines Ziels, fällt oft weniger intensiv aus, als wir uns das vorgestellt haben. Auch die Wirkungsdauer lässt viel schneller nach, als gedacht.

Warum also einen Großteil der wertvollen und begrenzten Lebenszeit damit verbringen, in allem immer nur besser zu werden? Wahre Lebenskunst zeigt sich gerade in einem gesunden Mix. In einer Mischung aus dem Anspruch, besser zu werden und dazuzulernen und dem Genießen, von dem was ist.

Verändere daher immer wieder mal deinen Fokus. Halte öfter mal inne und lege deine Aufmerksamkeit auf das, was du schon alles erreicht hast, was dir bisher  bereitet hat und dir gut Gefühle verschafft. Damit wirst du nicht so schnell zum Sklaven deiner Selbstoptimierungsziele.

#6 Vergleiche dich nicht so häufig mit Anderen

Menschen vergleichen sich gerne mit anderen. Psychologen bezeichnen das auch als “sozialer Vergleich”. Leider tun wir das meist in einer Art und Weise, die uns nicht gut tut. Und das kann fatale Folgen haben. Es kann uns regelrecht ins emotionale Verderben führen.

Das hat zwei Gründe:

  1. das permanente Vergleichen mit anderen verzerrt deine Wahrnehmung. Besonders dann, wenn der andere schon weiter ist als du. Bis zu einem bestimmten Maße ist das durchaus motivierend. Du lenkst aber so deine Wahrnehmung auf das, was du (noch) nicht erreicht hast. Dadurch trainierst du dir eine Art “Defizit-Denken” an. Du siehst irgendwann nur noch das, was dir fehlt. All das, was du bereits Tolles erreicht hast, rückt immer mehr aus deiner Wahrnehmung.
  2. Wenn wir uns mit anderen vergleichen, schneiden wir oft schlecht ab. In den sozialen Medien zeigt jeder nur seine Schokoladenseite. Die nehmen wir wahr. Das ist unser Maßstab für den Vergleich. Damit schaffst du den idealen Nährboden, um dein Selbstwertgefühl zu ruinieren.

Wenn du dich schon mit anderen vergleichst, dann mache es richtig. Nur dann bringt es dir etwas und ist der Selbstoptimierung dienlich. Aber auch nur dann! Sonst lass es besser!

#7 Versöhne dich mit deinen Schwächen

Bekämpfe diese nicht, sondern integriere sie bestmöglich. So kannst du die daraus resultierenden Nachteile kontrollieren und in Zaum halten. Vor allem, lasse dir nicht von den Medien einreden, wie du zu sein hast. Das bestimmst ganz alleine DU!

Selbstbewusste und starke Menschen beugen sich nicht einfach dem Konformitätszwang und Anpassungsdruck von Gesellschaft und Medien. Sie begeben sich nicht fremdbestimmt in eine Selbstoptimierungsspirale, von deren Sinnhaftigkeit sie nicht zu tiefst selbst überzeugt sind.

Sie tun das aus dem Grunde nicht, weil sie wissen, dass das dem Einstieg in ein Hamsterrad gleichkommt, aus dem sie ja häufig gerade durch Selbstoptimierung raus wollen.

#8 Nutze die Möglichkeiten, die es bereits gibt

Viele Menschen gehen die Selbstoptimierung falsch an. Menschen verlangen nach immer neuen Erkenntnissen, Techniken und Rezepten, um den Traum vom besseren Leben zu realisieren.

Nun ist es aber so, dass die Wissenschaft nicht am laufenden Band neue weltbewegende Erkenntnisse produziert. Insbesondere nicht die Psychologie. Auch wenn uns die Lebensberatungs- und Glücksratgeberindustrie gerne etwas anderes erzählt.

Verlasse dich besser nicht darauf, dass irgendwann der “Alles-wird-besser-Knopf” gefunden wird. Auch keine App, keine Software, kein Coach wird das jemals bewirken können.

Das braucht es auch nicht, denn es ist alles da was du benötigst um deine Selbststärke und persönliche Entwicklung voranzutreiben. Das Problem ist nicht das Fehlen wirksamer Methoden und Techniken, sondern die Tatsache, dass wir so schlecht in ihrer konsequenten Anwendung sind.

Es gibt mehr als genug wirkungsvolle Methoden, Techniken und Psychotricks, mit deren Hilfe du deine Veränderungsziele tatsächlich erreichen kannst. Nutze sie!


Der kluge Weg zur mentalen Selbstoptimierung

Trainiere deine psychische Fitness! Denn die ist dein Garant für persönliches Wachstum. Und das wiederum ist wesentlicher Bestandteil jedweiliger Optimierung des Selbst.  Mit PsyFIT®-Training habe ich gemeinsam mit der Diplom Psychologin Silke Reinbold ein Online-Training entwickelt, dass dich stärker, belastbarer und gelassener macht und dir hilft, deine Ziele auch gegen Widerstände souverän zu erreichen.

Optimiere das, was zu dir passt und mit vertretbarem Aufwand machbar ist! Werde dort besser, wo du realistisch betrachtet über echtes Potenzial verfügst!

Eigne dir neues Wissen an und sei bereit, von anderen zu lernen! Aber nimm dir Zeit es sacken und wirken zu lassen.

Probiere Dinge neugierig aus. Entdecke, was möglich ist und mache Fehler. Lerne aus diesen Fehlern.

Fordere dich heraus, traue dir etwas zu und setze dir herausfordernde Ziele. Aber….lerne auch die Dinge zu nehmen, wie sie sind.

Lerne dich selbst nicht so wichtig zu nehmen, übe dich in Selbstvergessenheit, versöhne dich mit deinen Schwächen und lasse auch mal Fünfe gerade sein.

Und vor allem: Kein Mensch kann alles, auch wenn dir das so mancher Motivationsguru glaubhaft machen möchte. Am besten akzeptierst du, dass du nie genau so sein wirst, wie du vielleicht gerne wärst. Damit kannst du jedoch ein wunderbar zufriedenes Leben führen.

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