30 Gründe, warum du unbedingt deine psychische Fitness trainieren solltest

Man könnte es glatt als Drama bezeichnen, dass die meisten Menschen sich nicht groß um ihre psychische Fitness kümmern. Dabei sollten sie das! Denn wenn es so etwas wie einen Königsweg für ein gutes Leben gibt, dann ist es die psychische Fitness. Diese ist Motor für die Dinge, die sich die Menschen am meisten wünschen, nämlich Zufriedenheit, Erfolg, Glück, Gesundheit und Wohlbefinden.

Warum ist psychische Fitness so unglaublich wichtig?

Die Antwort ist denkbar einfach. Weil alles Denken, Fühlen und Handeln seinen Ursprung in der Psyche haben. Das bedeutet im Klartext, deine psychische Fitness entscheidet über die Qualität deiner Gedanken. Sie entscheidet, ob du dich mehrheitlich gut oder eher schlecht fühlst. Von deiner psychischen Fitness hängt es ab, wie du mit den Widrigkeiten und Herausforderungen des Lebens klar kommst und wie erfolgreich du in dem bist, was du tust.

Umso erstaunlicher ist es, dass sich die meisten Menschen erst dann näher mit Ihrer Psyche beschäftigen, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Erst wenn ein größer Leidensdruck besteht, ist die Psyche ein Thema. Schade, dass Psyche immer noch primär im Kontext von Krankheit und Depression gesehen wird. Also eine defizitäre bzw. pathologische Betrachtungsweise vorherrscht.

Ähnlich denjenigen Menschen, die sich erst aufgrund eines gesundheitlichen Problems, oder auf Anraten Ihres Arztes mit dem Thema Bewegung/Sport auseinandersetzen, um ihre Gesundheit wieder auf Vordermann zu bringen.

Soweit sollte man es nicht kommen lassen. Prävention heißt hier das Zauberwort! Und das erreicht man am besten durch den Ausbau der eigenen Fitness, in dem Fall der psychischen Fitness.


Was bedeutet Psychische Fitness?

Wir definieren psychische Fitness als Fähigkeit, in deinem Sinne Einfluss auf dein Denken, Handeln und Fühlen nehmen zu können. Sie steht für einen klugen Umgang mit deinen mentalen und emotionalen Ressourcen.

Psychische Fitness hat also einen positiv-progressiven Fokus. Sie blickt auf das, was man gewinnen kann. Es geht primär um 2 Aspekte:

  1. Sicherung der Leistungsfähigkeit: Was kann ich tun, um meine psychische Leistungsfähigkeit nachhaltig zu sichern?
  2. Leistungssteigerung: Bewältigung von Herausforderungen: Wie kann ich meine psychischen Ressourcen klug für meine Zwecke einspannen?

Du wirst deine Psyche nie beherrschen können. Dafür ist sie viel zu komplex. Das ist auch gut so.

Aber ich verspreche dir, du gewinnst unendlich viel, wenn du dich ab heute mit deiner psychischen Fitness näher beschäftigst. Nachfolgend liefere ich dir 30 unschlagbarer Argumente, die dich ganz sicher überzeugen werden, genau das zu tun.


#1 Du wirst leistungsfähiger und belastbarer

In unserer Hochgeschwindigkeitsgesellschaft ist nicht Stress das Problem, sondern unsere mangelnde Fähigkeit, mit Belastungssituationen souverän umzugehen. Die Welt war noch nie so bequem und sicher wie heute. Trotzdem fühlen sich viele Menschen überfordert, gestresst und energielos.

Nicht so, wer über eine gute psychische Fitness verfügt. Denn diese versetzt dich in die Lage, deine mentalen Energien effizienter einzusetzen und Belastungssituationen besser auszuhalten. Du kannst so deine Energiefresser viel besser zähmen. Eine der der wichtigsten Säulen der psychischen Fitness, ist die Fähigkeit zum klugen psychischen Energiemanagement.


#2 Du lernst, dir selbst mehr zu vertrauen

Was denkst du, ist der Hauptgrund, warum viele Menschen weiter hinter ihren Möglichkeiten bleiben? Die Antwort lautet: Weil sie sich Dinge häufig nicht zutrauen. Sie misstrauen eher den eigenen Fähigkeiten. Sie glauben nicht an die Möglichkeit selbst Großes zu bewegen. Sie sind von der Wirksamkeit ihres Handelns nicht überzeugt.

Genau deshalb boomt die Coachingbranche. Verstehe mich nicht falsch. Ein Coach kann in bestimmten Lebenslagen ein äußerst wertvoller Partner sein. Er setzt Impulse, gibt Orientierung, Feedback und fordert uns heraus.

Coaching kann uns aber niemals die Notwendigkeit der Selbstentwicklung abnehmen.  Erschreckend finde ich daher die Erkenntnis, dass sich immer mehr Menschen – selbst in einfachsten Lebensfragen – eigenständige Entscheidungen nicht mehr zutrauen.

Der Auftrag an den Coach ist immer häufiger ein kaschierter Auftrag “Löse du mein Problem”. Bereitwillig delegieren wir die Gestaltungshoheit über unser Leben an Coachs, Influencer, Motivationsgurus und andere Lebensberater.

Wir werden zum passiven Anpasser, statt zum aktiven Macher. Lieber sind wir Follower, als uns selbst auf den Weg zu machen, um zu entdecken, was möglich ist.

Damit tut man sich absolut keinen Gefallen – im Gegenteil!

Wer im Leben etwas erreichen möchte, der braucht vor allem eins: Gesundes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten und in das eigene Urteilsvermögen. Kommt dann noch eine gehörige Portion Weitsicht hinzu, dann ist das wunderbar.

Genau das erreichst du mit einer guten psychischen Fitness. Du lernst dir selbst mehr zu vertrauen ohne dich blind zu überschätzen. Es ist sogar förderlich, wenn du dir etwas mehr zutraust, als möglicherweise aufgrund deiner Fähigkeiten gerechtfertigt wäre. Das fördert die Motivation.


#3 Du wirst mutiger

Wer erfolgreich sein möchte, darf nicht nur passiv auf Ereignisse reagieren. Nein, er muss lernen, öfter selbst die Initiative zu ergreifen, Maßstäbe zu setzen und die Spielregeln zumindest mitzubestimmen. Das bedeutet, du musst öfter mal den ersten Schritt gehen. Raus aus der Komfortzone, rein in (teilweise) unbekanntes Terrain.

Werde mutiger und lege deine Angst vor dem Scheitern ab. Sei bereit hinzufallen, wenn es nicht anders geht. Gestehe dir zu, Fehler machen zu dürfen. Nur so bist du in der Lage, Lust an der Herausforderung zu entwickeln.

Innovation ist immer auch Abenteuer. Ihr Ausgang ist ungewiss. Abenteuer sind immer auch unsicher. Echte Abenteuer kann man nicht konsumieren, man muss sie gestalten.

Deshalb solltest du Unsicherheit und Ungewissheit als dazugehörig betrachten. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für Erfolg, ist die Fähigkeit, Unsicherheiten als Teil des Weges zum Erfolg zu akzeptieren.


#4 Du gewinnst an innerer Freiheit

In der Erfolgs-, Glücks- und Motivationsbranche gibt es nur eine Richtung: Du musst im Leben etwas erreichen… glücklich sein… erfolgreich werden… dein Leben verändern… etwas aus deinem Leben machen…

Ich sage dir: Nein… du musst das alles nicht!

Wir leben in einer „Du-musst-so-sein-Gesellschaft. Diese gibt uns vor, wie wir zu sein haben und was wir tun müssen, um das zu erreichen. Dieser Zwang zum Glück und Erfolg ist selbst einer der größten Stressfaktoren. Die perfekte Voraussetzung, um genau das alles nicht zu erreichen.

Je mehr es dir gelingt, dich davon freizumachen, um so mehr innere Freiheit wirst du gewinnen. Und das fühlt sich verdammt gut an. Die innere Freiheit ist für mich der größte Glücksbringer. Hätte ich immer auf die Lebenserklärer und Glücksflüsterer gehört, ich hätte nie das wunderbare Leben, das ich habe.

Psychische Fitness verschafft dir innere und äußere Unabhängigkeit. Du boostest deine innere Freiheit. Das wirkt ungemein befreiend. Sie entlastet dich von dem Zwang des „so seins“ und dem “du muss”. Sie versetzt dich in die Lage deinen Weg zu gehen und dein Ding zu machen.


#5 Du kannst deine Emotionen und Stimmungen besser beeinflussen

Emotionen sind das Salz in der Suppe des Lebens. Nichts geht ohne sie. Emotionen können uns den Himmel auf Erde bereiten. Sie können dich aber auch geradezu in die Hölle führen. Oft haben wir den Eindruck, dass wir ihnen hilflos ausgeliefert sind. Damit genau das nicht passiert, kannst du lernen, deine Emotionen besser zu steuern.

Ziel ist es dabei nicht, ab sofort nur noch Glücksgefühle zu sammeln und 24/7 gut drauf zu sein. Erstrebenswert ist vielmehr eine Art emotionale Balance. Hier helfen neben langfristigen Strategien besonders auch Techniken, mit denen du negative Emotionen austricksen kannst. Mit dem Ergebnis, dass du dich schnell besser fühlst und sich deine Stimmung schlagartig aufhellt.


#6 Du kannst Stress souveräner managen

Stress hat ein verdammt schlechtes Image. Zu Unrecht. Ob eine Anforderungssituation als Bedrohung oder als Antrieb betrachtet wird, liegt ganz alleine bei dir. Stress kann dir nur schaden, wenn du das zulässt.

Stress fällt nicht vom Himmel, sondern ist immer das Resultat deiner Bewertung und deines Handelns. Natürlich haben wir alle ein absolutes Limit und können unser Leistungsvermögen nicht unendlich ausdehnen. Aber innerhalb dieser Grenzen entscheidest du über die Qualität deines Stresses. Nur du kannst deinen Stress reduzieren!

Psychische Fitness befähigt dich Stress als Antrieb zu nutzen und als negativ empfundenen Stress zu reduzieren.


#7 Du kannst gezielter und schneller entspannen

Viele Menschen haben das Problem, wenn sie denn mal Zeit zum Runterkommen haben, dann gelingt es Ihnen genau dann überhaupt nicht. Schnell wird der Wunsch nach Entspannung zu einem inneren Kampf.

Entspannung ist wichtig, um neue Energien zu tanken und mental zu regenerieren. Selbst wenn du Stress als Antrieb nutzt ist es wichtig, einen Gegenpol durch Entspannung zu schaffen. Diese muss nicht durch klassische Entspannungstechniken geschehen, sondern funktioniert auch wunderbar durch Aktivität.

Wie wäre es, wenn du in Lage wärst, fast auf Knopfdruck zu entspannen und so diese wertvolle Zeit der Unproduktivität auch tatsächlich zum Runterkommen zu nutzen?


#8 Du triffst bessere Entscheidungen

Psychisch fitte Menschen treffen die besseren Entscheidungen. Das tun sie deshalb, weil sie keine Angst vor Fehlentscheidungen haben, nicht den Anspruch haben, immer optimal zu entscheiden und weil sie ihrer Fähigkeit zur rationalen Entscheidungsfindung eine gehörige Portion Misstrauen entgegenbringen.

Und das zu Recht. Denn die Verhaltensökonomik zeigt: Unser Gehirn hält eine Menge an Fallstricken bereit, die uns in der Praxis häufig irrational, ja fast unsinnig entscheiden lassen. Um gute Entscheidungen treffen zu können, musst du das System dahinter erkennen. Dann erst bist du in der Lage, Strategien dagegen zu entwickeln.


#9 Du wirst richtig gut im Lösen von Problemen

Probleme verlieren ihren Schrecken, wenn man über eine gute Portion mentale Agilität verfügt. Diese versetzt dich in die Lage, eingefahrene Denkmuster zu überwinden, eigene Sichtweisen zu hinterfragen und flexiblere Einstellungen aufzubauen. Du gewinnst dadurch enorm an Kreativpotential.

Das Ganze in ein systematisches, schrittweises Vorgehen gegossen, lässt dich nahezu jedes Problem dieser Welt verträglich lösen.


#10 Du wirst zum Meister deiner Motivation

Um das Thema Motivation wird ein viel zu großer Hype gemacht. Kein Mensch auf der Welt ist immer total motiviert. Selbst dann nicht, wenn er das tun kann, was er gerne macht. Motivation ist nichts, was man auf Knopfdruck erzeugen kann. Motivation entsteht von selbst, wenn du die Hausaufgaben, die deine Motivation gedeihen lassen, gut gemacht hast.

Es sind letztlich eine ganze Reihe von Bausteinen, die über deine Motivation entscheiden. Also darüber, ob du den ersten Schritt wagst und ob es dir gelingt, die Anfangsmotivation auch über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Damit nicht genüge getan. Natürlich sollst du den Erfolg genießen.

Aber es gilt: Nach dem Erfolg ist vor dem Erfolg.

Wichtig ist sich nicht ewig im Erfolg zu suhlen, sondern weiterzumachen. Wie gut du das alles hinbekommst, hängt davon ab, ob du die entscheidenden Stellschrauben in die richtige Position bringst. Der Motivatonbuilder ist dafür der ideale Sparringspartner.

#11 Du steigerst dein Durchhaltevermögen

Viel wichtiger als deine Motivation ist deine Ausdauer. Denn letztlich kommt es darauf an, dass du deine Anfangspower auch über die Ziellinie bringst. Viele unserer guten Vorsätze wie z.B. mehr Sport treiben oder Abnehmen, starten wir mit großer Begeisterung. Doch oft geht uns unterwegs die Luft aus. Und schon wars das mit unseren großen Plänen. Wahrscheinlich kennst du das nur zu gut.

Was lässt denn nun einen Menschen selbst auf einem langen, steinigen Weg durchhalten? Es ist das geschickte Zusammenspiel einer ganzen Reihe von Stellschrauben und nicht ausschließlich eine Frage der Willenskraft, wie gerne in der Lebensberatungsliteratur behauptet wird.

Ein starker Wille ist nicht gleichzusetzen mit mentaler Stärke. Dafür braucht es einiges mehr. Willenskraft kann sogar sehr problematisch werden, wenn ich alleine auf sie vertraue.


#12 Du lernst deine Talente klug einzusetzen

Das setzt voraus, dass du diese auch wirklich kennst.  Vielen Menschen ist gar nicht so wirklich klar, was sie am besten können und wo ihre spezifischen Stärken sind. Oft lassen wir uns im Leben in Bereich drängen, wo wir uns nicht wirklich wohlfühlen. Oft folgen wir den Versprechungen anderer, die glauben zu wissen, was gut für uns ist. So ist echte Persönlichkeitsentwicklung nicht zu haben.

Fast jeder Mensch hat irgendetwas, das er besser kann als andere. Etwas, was er so richtig gut draufhat und ihn selbst begeistert. Finde es heraus, fokussiere dich darauf und schaue, in welchen Lebensbereichen du dir das zu Nutze machen kannst.

Folge deinen Talenten und nicht dem, was andere für dich vorsehen. Aber jeder von uns hat auch Schwächen. Lerne deine Schwächen anzunehmen, ja sogar zu lieben. Denn die machen dich erst wirklich einzigartig.

Klarheit über deine Talente bekommst du durch die INITIAL-Talentanalyse.


#13 Du lernst deine Grenzen zu erweitern, aber auch zu akzeptieren

Menschen sind in der Lage Unglaubliches zu leisten. Kein Mensch der Welt kann jedoch seine Grenzen beliebig ausdehnen, auch wenn das so mancher Motivationsguru verspricht. Das ist nicht nur Humbug, sondern sogar gefährlich.

Was aber stimmt, ist die Tatsache, dass oft mehr möglich ist als wir denken. Wir ziehen unsere Grenzen im Kopf häufig zu früh. Daher kennen viele ihr wirkliches Limit nicht. So berauben wir uns selbst unserer Chancen.

Daher gilt: Entdecke, was möglich ist…erweitere deine Grenzen…teste sie aus…aber akzeptiere dein absolutes Limit.


#14 Du gewinnst an gesunder optimistischer Grundhaltung

„Sorge dich nicht, lebe“. So lautet der Titel der weltweiten Nr. 1 der Lebensberatungsbestseller. Und das schon seit Jahrzehnten. Nun wissen wir aber von der psychologischen Forschung heute, dass ein gewisses Maß an Sorge sogar gesünder ist für ein gutes Leben. Das Leben bipolar. Es ist immer ein Zusammenspiel von positiven und negativen Ereignissen. Weder das „Diktat zum positiven Denken“ oder das „ständige Schönreden mit aufgesetzter rosaroter Brille“, noch ein ausgeprägter Hang zum Negativen“ sind gut für dich.

Eine gesunde optimistische Grundhaltung zu haben bedeutet, mit Selbstvertrauen und Zuversicht in die Zukunft zu blicken, den Blick für die Risiken, Gefahren und das Negative des Lebens zu verlieren. Ich bezeichne das auch als realistischen bzw. funktionalen Optimismus.

Umdenken lernen…


#15 Du entwickelst mehr Gelassenheit

Gelassenheit bedeutet nicht, das ganze Leben im Lotussitz zu verbringen. Sie resultiert vielmehr aus dem richtigen Mix aus proaktivem Gestalten und passiver Akzeptanz. Psychische Fitness versetzt dich in die Lage, deine Erwartungshaltung realistisch zu justieren. Das schützt dich vor überzogenem Anspruchsdenken, ungesundem Perfektionismus und übertriebener Selbstoptimierung.

Du bist in der Lage, im richtigen Moment Gas zu geben, aber auch mal Fünfe gerade sein zu lassen. Dir gelingt die richtige Mischung zwischen Anspannung und Entspannung. Ebenso der Spagat zwischen dem „sich selbst nicht so wichtig nehmen“ und dem Anspruch „besser zu werden“.


#16 Du kannst intensiver genießen

„Wer nicht genießen kann wird irgendwann selbst ungenießbar“. So lautet ein Kapitel in meinem Buch „Fuck your luck“.  Glaube mir, genießen ist für viele gar nicht so einfach. Denn es bedeutet, loszulassen und sich ganz auf den Augenblick einzulassen. Und daran scheitert es bei vielen.

Es gibt sogar das Phänomen der „Glücksangst“. Die bedeutet, dass manche Menschen selbst Momente mit enormen Glücks- bzw. Genusspotential nicht wirklich genießen können. Sie halten sich stattdessen die zeitliche Begrenztheit des Genusses vor Augen und rechnen damit, dass es danach wieder ganz dicke kommt.

Das ist fatal und ich hoffe, du gehörst nicht dazu. Genussfähigkeit ist eine wichtige Säule der psychischen Fitness. Wann immer es möglich ist, erzeuge diese wunderbare Erfahrung ganz im Augenblick aufzugehen. Lerne, wie du aufhören kannst, über irgendetwas nachzudenken. Einfach lockerlassen und sich dem Flow hingeben. Flow kann man wunderbar trainieren.


#17 Du schützt dich wirksam vor Stress, Burn-out und Depressionen

Wenn du mich fragst, psychische Fitness ist die absolut beste Burnout-Prävention. Wer hier gut aufgestellt ist, der kann nie in wirklich die Lage kommen, dass das Kind in den Brunnen fällt. Wenn du deine psychische Fitness trainierst, programmierst du automatisch dein Unbewusstes. D.h. du fütterst es automatisch mit Denk- und Verhaltensmustern, die deine psychische Gesundheit schützen.

Du gewinnst systematisch an Resilienz, also an psychischer Widerstandsfähigkeit. Diese wiederum hat den Effekt, dass du Anforderungssituationen weniger als psychische Belastung empfindest und du deine psychische Leistungsfähigkeit nicht nur dauerhaft erhältst, sondern dein Leistungsniveau sogar steigerst.


#18 Du ärgerst dich weniger

Eines meiner Lieblingszitate lautet:

“Das ärgerliche am Ärger ist, dass man sich selbst schadet, ohne anderen zu nützen.“

Kurt Tuicholsky

Nun lässt sich Ärger nicht gänzlich aus deinem Leben verbannen. Ärger und Wut haben eine wichtige Signalfunktion, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Sie können dich und Menschen in deinem Umfeld wachrütteln. Ungesund wird es dann, wenn sie überhandnehmen und die Wut eher aggressiver, unproduktiver Natur ist.

Ärger ist nicht direkt willentlich beeinflussbar, aber du kannst lernen, ihn auszutricksen. Mit etwas Übung kannst du Techniken so anwenden, dass du das „sich ärgern“ fast auf Knopfdruck abstellen kannst.


#19 Du kannst souveräner mit Kritik umgehen

Wer mit Menschen zusammenarbeitet oder seine Meinung z.B. in den sozialen Medien öffentlich kundtut, der kann Feedback und Kritik nicht vermeiden. Gerade im Internet wird man für seine Meinung oftmals hart abgewatscht.

Am Arbeitsplatz sind Feedback und Kritik sogar Bestandteil der Mitarbeiter-Führungskräfte-Beziehung. Grund genug die Kunst mit Kritik souverän umzugehen zu beherrschen.

Das bedeutet einerseits, einen wirksamen Schutz gegen destruktive Kritik aufzubauen. Du musst dir nicht jede andere Meinung antun. Wichtig ist es aber auch, konstruktive Kritik möglicherweise als Impuls zum Hinterfragen eigener Sicht- und Verhaltensweisen zu nutzen. Das bedeutet, du solltest mit Kritik sehr selektiv vorgehen. Das erfordert innere Stärke. Bedeutet es doch möglicherweise, eigene Irrwege und Fehlverhalten zuzugeben.

Du alleine entscheidest, was du dir zu Herzen nimmst und was du an dir abprallen lässt. Aber dabei musst du aufpassen, dass du nicht Opfer der Denkverzerrungen, die unser Gehirn so sehr liebt wirst.


#20 Du lernst wirklich aus Fehlern

Fehler erzeugen in unserer Leistungskultur häufig Schadenfreude. Dies erhöht den inneren Druck, nur keine Fehler zu machen, zusätzlich. Kommen jetzt noch Selbstzweifel hinzu, dann ist das Vermeidungsverhalten vorprogrammiert.

Bestimmte Situationen nicht mehr aufzusuchen, weil du ggf. scheitern könntest, bringt dich möglicherweise um die Chance deines Lebens. Höchste Zeit das Scheitern zu kultivieren und eine Art experimentelle Fehlerkultur zu leben.Kostenloses Seminar!

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#21 Du kannst mit Veränderungen besser umgehen

Wie schwer tust du dir mit Veränderungen? Lösen sie bei dir Ängste aus? Empfindest du Ärger, Trauer, Frust? Wenn ja, dann ist alles ok mit dir. Selbst kleine Veränderungen empfinden wir zunächst meist als Verlust.

Und wenn etwas in unserem Leben Bestand hat, dann ist es die Tatsache, dass unser Leben aus einer permanenten Aneinanderreihung von großen und kleinen Veränderungen besteht.

Wer seine psychischen Ressourcen klug zu nutzen weiß, der ist sowohl hinsichtlich der Veränderungsbereitschaft als auch der Veränderungsfähigkeit bestens aufgestellt.


#22 Du kannst Dinge, die du nicht ändern kannst, leichter akzeptieren

Wer glaubt im Leben immer alles so verändern zu können, wie er es gerne hätte, der läuft mit dem Kopf gegen die Wand. Das Leben ist kein reines Wunschkonzert. Ein gutes Stück Lebenskunst liegt in der Akzeptanz. Also in der Fähigkeit, Dinge die ich nicht ändern kann zu akzeptieren.

Wer gut darin ist, die Dinge anzunehmen, die das Leben für einen vorgesehen hat, der hat eindeutig mehr vom Leben. Studien zeigen klar, Akzeptanz fördert unser Wohlbefinden und spart mentale Energie. Die Quadratur des Kreises oder der Kamp gegen Windmühlenräder erzeugt nur eines…einen Verlierer…und der bist du.

Erfolg ist zu 10 Prozent Inspiration und zu 90 Prozent Transpiration.

Thomas Alva Edison, Erfinder der Glühbirne


#23 Du lernst Unangenehmes besser auszuhalten

Ähnlich wichtig wie die Akzeptanzfähigkeit, ist die Fähigkeit, unangenehme Dinge aushalten zu können. Denn (fast) alles im Leben hat zwei Seiten. Es gibt kaum etwas, was uneingeschränkt nur positiv Seiten hat. Unangenehmes gehört zum Leben wie die Nacht zum Tag, wie der Regen zur Sonne, wie Trauer und Freude, wie Glück und Pech, wie Leid und Lust.

Auch Glück und Erfolg sind meist das Ergebnis eines langen, steinigen, mit vielen Hindernissen gespickten Weges. Selbst scheinbar spielerische Erfolge sind meist das Resultat größerer Anstrengung. Auch Schönheit muss bekanntlich leiden.

Selbst der tollste Lebenspartner hat seine Macken. Viele große Entdeckungen sind erst gelungen, nachdem man beim ersten Anlauf gescheitert ist. Ich könnte hier noch zig weitere Beispiele nennen. Aber ich denke es genügt, damit du erkennst, das all das nur möglich ist, wenn Menschen in der Lage sind auch Unangenehmes auszuhalten.

Die Leidensfähigkeit hat in unserer nach dem vollkommenen Glück strebenden Gesellschaft keinen Platz. Und doch ist sie einer der wichtigsten Voraussetzungen, um Glück und Erfolg zu verwirklichen.


#24 Du steigerst dein sportliches Leistungsvermögen

Psychische Fitness ist der große Bruder der körperlichen Fitness, denn letztere kommt nicht ohne erstere aus. Umgekehrt hat Bewegung viele positive Effekte auf unsere Psyche. Vieles im Sport ist Kopfsache. Das wissen nicht nur Profisportler.

Ich als Extremsportler sowieso. Lauf-Training alleine hätte mich niemals in 15 Tagen 1000 Kilometer durch die Wüste Gobi laufen lassen. Das gelang mir primär aufgrund meiner psychischen Stärke. Diese versetzt mich in die Lage, selbst widrigsten Umständen auszuhalten.

Mentales Training kann das körperliche Training nie ersetzen. Es ermöglicht dir aber, deine Leistung merklich zu steigern und dein seelisches Wohlbefinden auch bei Niederlagen zu stabilisieren.


#25 Du kannst leichter lockerlassen

Wir glauben immer uns im Tun beweisen zu müssen. Viel wirkungsvoller ist es aber, zunächst einmal das zu unterlassen, was uns nicht guttut. Manche von uns ersticken förmlich im Tun. Lerne unbedingt die Kunst des „Lassens“. Im Sinne von Lockerlassen, Weglassen, Auslassen, Loslassen, Seinlassen.

Du musst nicht jeden Trend im Leben mitmachen. Nicht alles hinterfragen und durchdenken. Du musst auch kein vollkommener Perfektionist sein. Lerne das Nicht-Tun, das Nicht-Denken und das unperfekt sein.


#26 Du fällst nicht so leicht auf Bluffer rein

Die meisten von uns glauben, dass ihnen das nie passieren wir – auf einen Blender reinzufallen. Wenn es dann passiert, schämen wir uns für unserer Blauäugigkeit. Wir können es im Nachhinein nicht mehr verstehen, dass gerade uns so was passiert.

Um unser Selbstbild wiederaufzubauen und vor anderen nicht als Depp dazustehen, reden wir uns die Sache schön. Wir suchen verzweifelt nach Argumenten, die unser Handeln in irgendeiner Weise rechtfertigen und das Eingeständnis unserer eigenen Naivität erträglicher machen.

Das muss nicht so sein. Mit geschärfter Wahrnehmung und dem Wissen um die Psychotricks, die Blender gerne anwenden, wirst du diese schnell als Bluffer entlarven.

Dieser MIx verändert dein Leben!


#27 Du kannst deine Aufmerksamkeit auf das Wesentliche lenken

Mit deiner Aufmerksamkeit ist das so ähnlich wie mit dem Fokus deiner Kamera. Du solltest auf das scharfstellen, was gerade wichtig ist. Das kann mal einen engen Fokus, mal einen breiten Fokus bedeuten. Dabei gibt es kein generelles richtig oder falsch.

Es gibt Situationen, wo du einen engen Fokus brauchst und deine Konzentration auf eine einzige Sache richten solltest. Das bedeutet aber dann, dass dir alles andere außerhalb deines Fokus entgeht. In anderen Situationen wie z.B. beim Nachdenken über mögliche Lösungen für ein Problem, braucht es einen weiten Fokus. Dieser verbraucht aber eine Menge Energie, die dir dann woanders fehlt.

Du musst also lernen, deine Aufmerksamkeitsspanne der Situation entsprechend variieren. So verbrauchst du nicht mehr mentale Energie als nötig. Eine äußerst wirksame Burnout-Prävention.


#28 Du bist glücklicher und zufriedener

Hast du dich schon einmal gefragt, warum die Menschen so schlecht darin sind, sich und andere glücklich zu machen.? Das liegt hauptsächlich an drei Dingen!  Erstens: Sie erklären das Glück zum Lebensziel. Ständiges Glücklichsein wird so zum absoluten Maßstab für ein gutes Leben.

Der zweite Grund ist: Es gibt kein Patentrezept für Glück! Auch keine 5 Schritte zum Glücklich sein. Glück ist immer ganz individuell und nie ewig auf gleichem Niveau.

Und drittens: Die Meisten nutzen ihre psychischen Ressourcen nicht. Überlassen alles lieber dem Zufall, einem Automatismus. Das kann manchmal sogar sehr nützlich sein. Es taugt aber nicht als Lebensstrategie. Ingesemat gilt: Je weniger ich mir um das Glück Gedanken mache, um so häufiger schaut es ganz von alleine im Leben vorbei.

Psychisch fitte Menschen legen den Fokus mehr auf Zufriedenheit und Lebensqualität. Sie wissen, dass das Glück flüchtig ist wie ein scheues Reh. Umso mehr genießen sie es, wenn es dann da ist. Dadurch haben sie ein wesentlich höheres Glücksempfinden als die meisten Glückssucher.


#29 Du steigerst dein seelisches & körperliches Wohlbefinden

Eine gute psychische Fitness ist DER Mega-Booster für dein Wohlbefinden. Für Körper und Geist! Sie verhilft dir zur inneren und äußeren Balance, stärkt deine Zuversicht und motiviert dich zu gesundheitsbewussterem Verhalten.

Zwischen der Psyche eines Menschen, seiner physischen Gesundheit und seinem Ernährungs- und Bewegungsverhalten bestehen enge wechselseitige Bezüge. Diese sind höchstwahrscheinlich noch wesentlich intensiver, als man bis heute wissenschaftlich gesichert weiß.

Die Forschung steht hier erst am Anfang. Abnehmen beispielsweise, ist primär eine Angelegenheit deiner Psyche.

Alleine die Tatsache, dass du dir durch die Steigerung deiner psychischen Fitness zahlreiche positive Effekt auf dein Wohlbefinden einkaufst, ist es Wert, sie zu trainieren.


#30 Du lernst andere Menschen besser zu verstehen

Mal ehrlich! Wie oft hast du schon über die Meinung oder das Verhalten anderer Menschen die Nase gerümpft und gedacht „Wie kann man nur…“? Und wie oft hast du dir dabei die Mühe gemacht, konkreter zu erforschen, was denn seine Motive dafür sein könnten?

Wie oft hast du in einem Konfliktfall die Sichtweise des anderen rigoros abgeblockt und deine eigene Sicht der Dinge zur alleinigen Wahrheit erhoben? Wie oft hast du tatsächlich die Größe besessen, die Meinung des anderen zu nutzen, um deine eigene einmal kritisch zu hinterfragen, ja dich sogar überzeugen zu lassen.

Wenn wir ehrlich sind, tun wir das oft nicht. Aber gerade Empathie und die Fähigkeit sich konstruktiv mit anderen Sichtweisen auseinanderzusetzen, sind die Quintessenz starker Beziehung – am Arbeitsplatz wie im Privatleben.


Psychische Fitness ist dein Navigator durch ein starkes Leben

  • Psychische Fitness ist nicht starr. Nein, sie ist ein dynamisches Konzept. Sie verändert sich ständig. Mit jeder Lebenserfahrung, mit jedem Gedanken, den wir denken, mit jedem Menschen dem wir begegnen, mit jedem Gefühl, dass wir empfinden, mit allem was wir tun, aber auch mit allem was wir nicht tun.
  • Eine stabile Psyche ist wie ein zuverlässiger Navigator, der dich gut durch alle großen und kleinen Herausforderungen und die Untiefen des Lebens führt.
  • Psychische Fitness ist auch als Gegenentwurf zur der seit vielen Jahren boomenden „Psycho-Motivations-und-alles-ist-möglich-wenn-du-nur-willst-Maschinerie“. Diese verspricht den schnellen Erfolg, ohne größere Anstrengung.
  • Das Konzept der Psychischen Fitness gibt dir deinen Weg nicht vor und liefert dir keine Patentrezepte. Aber…sie liefert dir die besten Zutaten, um den für dich passenden „Lebens-Mix“ selbst herzustellen. Sie macht dich selbst zu deinem besten Lebenserklärer, zu deinem Coach, Berater und Vertrauten.
  • Niemand weiß besser, was wirklich gut für dich ist, als du selbst!
  • Sie richtet sich an Menschen, die in Ihren psychischen Grundfunktionen gesund sind und kann und will keine Therapie ersetzen. Menschen, die an einer Depression und Burn-Out erkrankt sind, sollten sich immer in medizinisch-therapeutische Behandlung begeben und nicht mit Selbstcoaching experimentieren.