So machst du deine Psyche zu deinem stärksten Verbündeten

Was würdest du sagen, wenn es eine unglaublich starke Kraftquelle geben würde, die dir alles gibt, was du für ein glückliches und erfolgreiches Leben brauchst?

Das wäre doch eine fantastische Sache, oder? Ich habe eine gute Nachricht für dich. Es gibt sie. Es ist die Psyche. Diese verfügt nämlich über ein unglaubliches Potential, dessen sich die meisten Menschen nicht bewusst sind. Und das Beste ist: Du besitzt diese Kraftquelle bereits. Es ist bereits alles da. Du musst nur lernen, sie zu nutzen. Und das ist gar nicht so schwierig, wie du vielleicht denkst.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deine Psyche stark machst und trainieren kannst.


Wie funktioniert unsere Psyche überhaupt?

Als Psyche kann man die Heimat unseres Denkens, Erlebens und unserer Gefühle bezeichnen. Auch unsere Persönlichkeitsmerkmale und Charaktereigenschaften, sind dort zu Hause.

Das bedeutet, dass alles, was dir im Leben in irgendeiner Form widerfährt, was du wahrnimmst, denkst, erlebst, fühlst, dir wünschst oder träumst. All diese Informationen – ob bewusst oder unbewusst – werden dort gespeichert. Ähnlich wie Daten auf einer Festplatte.

Vereinfacht ausgedrückt, bastelt nun dein Gehirn aus diesen Daten sogenannte mentale Modelle. Diese bezeichnet man auch als Mentalprogramme. In allen Situationen, die du tagtäglich erlebst, prüft es dann, welches deiner Mentalprogramme am besten für die jeweilige Situation passt. Und das läuft dann planmäßig ab. Das macht dein Gehirn tagtäglich viele tausend Male. Rasend schnell! Ohne, dass du etwas davon mitbekommst.

Deine Mentalprogramme bestimmen so deine typischen Denk,- Verhaltens- und Gefühlsmuster. Du spürst diese am ehesten an deinen Gewohnheiten und an deiner Gefühlslage.

Deine Stellschrauben zur Stärkung der Psyche


Eine starke Psyche kann Unglaubliches leisten

Mir hat sie sogar einmal das Leben gerettet, als mich ein gewaltiger Sturm mit meinem Faltboot vor der Küste Grönlands erfasste. Der trieb mich immer weiter aufs offene Meer hinaus. Ich hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen, denn ich war körperlich völlig ausgepowert. Eigentlich hatte ich keine Chance mehr, das rettende Ufer zu erreichen. Doch ich habe es irgendwie geschafft.

Meine psychische Stärke hat mir das Leben beschert hat, das ich mir in jungen Jahren für mich gewünscht habe. Sie hat mich mutig Neues wagen lassen, auch wenn mir andere abgeraten haben. Sie hat mich auf langen, steinigen Wegen durchhalten und für unmöglich gehaltene Ziele erreichen lassen. Durch sie habe ich viele Träume verwirklicht und kann bereits jetzt, auf ein wunderbares, abenteuerliches Leben zurückblicken.

Sie hat mich aber auch Demut und die Fähigkeit, mich selbst zu vergessen, gelehrt. Diese Fähigkeit ist in Zeiten, in denen sich viele Menschen getrieben und gehetzt fühlen, ein besonders wertvolles Geschenk.

Meine Psyche hat mich aber auch wochenlange Meditationsretreats mit täglich 18 Stunden Meditation in einem burmesischen Kloster aushalten lassen. Was für einen Bewegungsmenschen wie mich eine echte Herausforderung ist!

Genau so zuverlässig hat sie mich aber auch durch stürmische Wüsten, über Eis, Flüsse und Meere geführt. Und vor allem hat sie mich selbst in scheinbar aussichtslosen Situationen doch noch eine Lösung finden lassen.

Für mich ist die Psyche so etwas wie mein “mentaler Navigator”. Und den habe ich im Laufe der Jahre befähigt, mich recht ordentlich durchs Leben zu navigieren.

Daher verspreche ich dir gerne, dass es sich wirklich lohnt, sich um seine psychische Fitness zu kümmern!


Himmel und Hölle im Kopf

Ich muss allerdings auch zugeben, dass das mit der Psyche eine ziemlich zweischneidige Sache ist. Denn sie kann dein stärkster Verbündeter, aber auch dein größter Gegner sein. Oder anders ausgedrückt: Deine Psyche ist Himmel und Hölle zugleich.

Psyche Himmel und Hölle zugleich

Ob deine Psyche für dich mehr Himmel oder mehr Hölle ist, hängt – neben Genetik und sozialem Umfeld – vor allem davon ab…

  1. wie du auf die Welt blickst und über Menschen, Ereignisse und dich selbst denkst
  2. welche Erfahrungen du in deinem bisherigen Leben gemacht hast und welche Gefühle diese in dir ausgelöst haben
  3. von welche Werten und Normen du dich leiten lässt
  4. welche Zufälle und Gelegenheiten, dir das Leben vor den Bug deines mentalen Navigators gespült hat.

Das ist sozusagen der Stoff, aus dem deine Mentalprogramme gemacht sind. Und der kann die volle Bandbreite von “extrem negativ” bis “extrem positiv” beinhalten.

Besonders der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Ich gebe gerne zu, dass sich so manche gute Sache in meinem Leben, eher aus einer zufälligen, ungeplanten Begegnung ergeben hat und nicht das Ergebnis einer ausgeklügelten Erfolgsstrategie war. Natürlich kommt es dann darauf an, was man daraus macht. Und da spielen die psychischen Ressourcen wieder eine große Rolle.


Der Traum vom gelingenden Leben wird wahr

Menschen wollen glücklich und erfolgreich sein und sich wohlfühlen. Sie möchten geliebt und wertgeschätzt werden. Wollen Träume verwirklichen und Ziele erreichen. Kurzum, einfach ein gutes Leben haben. Psychologen reden hier vom “gelingenden Leben”.

Was im genau ein gelingendes Leben ausmacht, darüber lässt sich natürlich streiten. Fakt ist aber, dass Menschen mit  starker Psyche, einfach mehr vom Leben. Das gilt für Job und Privatleben gleichermaßen.

Solche Menschen sind leistungsfähiger, gelassener und ausgeglichener. Sie verfügen über mehr Energie, verspüren mehr Lebensfreude und Wohlbefinden. Sie surfen souverän sowohl die Höhen, als auch die Tiefen des Lebens, empfinden mehr Glück und sind in ihrem Tun erfolgreicher als andere.

Wer über eine starke Psyche verfügt, der ist viel eher in der Lage, sein eigenes Verhalten zu verstehen, zu hinterfragen und ggf. zu verändern, aber auch das Verhalten anderer Menschen besser zu verstehen und damit adäquat umzugehen.

Ein gelingendes Leben bedeutet aber nicht die Ansammlung möglichst vieler Glücksmomente und die Maximierung der eigenen Bequemlichkeit. Würde es einen Bergsteiger glücklich machen, wenn er nur von Gipfel zu Gipfel zu hüpfen brauchte, um Berge erfolgreich zu besteigen? Gewiss nicht. Erst die Kombination des beschwerlichen Aufstiegs mit der Erreichung des Gipfels, macht das Gipfelglück perfekt.

Selbst der fähigste mentale Navigator vermag dich nicht nur auf die Gipfel des Lebens zu bringen. Seine wirkliche Stärke beweist er erst durch seine Fähigkeit, dich souverän durch die tiefsten Täler, die dunkelsten Nächte und die heftigsten Stürme des Lebens zu führen.


Überleben in der modernen Arbeitswelt

Wir leben zunehmend in einer Welt der mentalen Überforderung. Unsere Psyche kann mit der rasanten Veränderungsgeschwindigkeit der modernen, digitalen Welt und insbesondere der Arbeitswelt, kaum noch mithalten. Psychischen Belastungen am Arbeitsplatz sind daher weiter auf dem Vormarsch. Viele Arbeitnehmer fühlen sich überfordert und gestresst. Hinzu gesellen sich Ängst und Unsicherheit, wie es im Job weitergeht.

Unternehmen jedoch, verlangen gerade nach agilen, leistungsfähigen und motivierten Mitarbeitern. Sie wünschen sich Mitarbeiter und Führungskräfte, die in der Lage sind, die Veränderungen und Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt mitzugehen oder besser noch, aktiv zu gestalten.

Ich übertreibe daher nicht, wenn ich sage, dass die psychische Fitness im Job zur entscheidenden Ressource für Leistung und Erfolg wird. Sie ist das beste Mittel, um psychische Belastungen erst gar nicht entstehen zu lassen und sich für die gestiegenen Anforderungen mental zu wappnen.


Der Psycho-Super-GAU

Die meisten Menschen überlassen die Qualität ihrer Mentalprogramme leider den Genen, dem Umfeld und Zufall. Kein Wunder, dass ihr mentaler Navigator einen ziemlichen Schlingerkurs fährt und sie häufig nicht dahin bringt, wo sie gerne hin möchten.

Dass unser Gehirn so gerne auf Automatismen zugreift, erfolgt aus einer lobenswerten Absicht. Es will uns nämlich schützen und uns die Mühen des bewussten Denkens, so oft wie möglich ersparen. So bedarf es weniger mentaler Anstrengung und mentale Energie gespart. Die perfekte Burnout-Prävention!

Das ist auch eine tolle Sache, so lange uns unsere Automatismen nicht behindern und unsere Gefühlsbilanz im positiven Bereich ist.

Doch wehe, wenn das der Fall ist! Dann wird der mentale Navigator zu einer permanenten Quelle an Unzufriedenheit, Gereiztheit, Überforderung, Unsicherheit, Ängste, Stress, Demotivation, Selbstzweifel, Fehlern, Scheitern, Grübeln, Ärger, Frust, Zorn, Neid, Hass etc.

Und das führt dann möglicherweise direkt in den Psycho-Super-Gau. Der ideale Nährboden für ernstzunehmende psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout.

Umso wichtiger ist es, dass du lernst, wie du deine Psyche stark machst und den Feind in deinem Kopf so gut wie möglich zähmst. Ganz weg bekommst du ihn nie. Ein bisschen Hölle bleibt immer;)


Wieviel Macht über die Psyche ist möglich?

Fakt ist, du wirst deine Psyche nie beherrschen können. Dafür ist sie viel zu komplex und vor allem, viel zu anfällig für Manipulationen und Verführungen. Und ehrlich gesagt, das ist auch gut so.

Das bedeutet im Klartext: Deine Psyche wird NIE nie perfekt und auch nie zu hundert Prozent verlässlich sein.  

Wenn du dich aber darum kümmerst, die Qualität deiner Mentalprogramme zu erhöhen, dann kann der mentalen Navigator einen guten Job machen. Zumindest meistens. Und das lohnt sich allemal, denn so erreichst viel eher das, was Psychologen als gelingendes Leben bezeichnen.

Glaube mir, du bist viel weniger deinen Automatismen und Gewohnheiten hilflos ausgeliefert, als du denkst. Gleiches gilt für die zahlreichen Denkfallen und Urteilsverzerrungen, die unser Gehirn für uns bereithält.

Es ist aber nicht so einfach, wie dir diverse Motivationsgurus glaubhaft machen wollen. Das ist Marketing-Bla-Bla. Damit wird nur die Sehnsucht der Menschen, nach schnellen und einfachen Lösungen für komplexe Probleme, bedient. Aber für die  Psyche  gibt es die meistens nicht.

Was nicht bedeutet, dass man doch manchmal bereits mit ein paar kleinen Änderungen eine erstaunliche Wirkung erzielen kann.

Die Entscheidung liegt bei dir!

Investiere in deine psychische Fitness und lerne, wie du deine mentalen und emotionalen Ressourcen geschickt für deine Zwecke einspannst.


Wie kann man seine Psyche trainieren?

Generell gilt: Die Psyche lernt nicht von heute auf morgen und nicht ohne regelmäßiges Trainieren und Üben über einen längeren Zeitraum.

Schließlich hast du dein jetziges Denken, Fühlen und Verhalten über Jahre oder gar Jahrzehnte fleißig kultiviert und zementiert. Und das soll jetzt alles per Knopfdruck anders werden? Dass das nicht funktioniert, sollte dir klar sein.

Jeder Mensch denkt und fühlt anders, erlebt und interpretiert die Welt auf seine ganz individuelle Art und Weise und verfügt über ganz individuelle Erfahrungshistorie.

Die Konsequenz daraus ist: Es gibt kein für jedermann passendes Patentrezept! Für jeden Menschen gibt es immer nur individuelle Lösungen und eine spezifische (Um-)Lernkurve, um seine Psyche stark zu machen.

psychische Fitness trainieren

Seine Psyche zu stärken, bedeutet in erster Linie, neue Mentalprogramme zu installieren, welche die alten Denk-, Verhaltens- und Gefühlsmuster nach und nach überschreiben.

Genau so, wie sich das beim Löschen von Daten auf einer Festplatte verhält. Willst du alte Daten endgültig löschen, dann reicht bloßes Formatieren der Festplatte nicht aus. Das erreichst du erst durch das Überschreiben der alten Daten mit neuen Daten.


Wie du deine Psyche in 6 Schritten stark machst

Ich zeige dir jetzt, welche die entscheidenden Stellschrauben für psychische Stärke sind.

#1 Identität

Baue dir ein stabiles Selbstkonzept und schärfe den ungetrübten Blick auf die Welt

Im ersten Schritt geht es darum, dass du möglichst zuverlässige Informationen darüber erhältst, wie du dich selbst und wie dich andere wahrnehmen. Was macht dich als Persönlichkeit aus? Wovon bist du überzeugt? Wie denkst du über andere Menschen, Ereignisse, Situationen und dich selbst?

Entlarve deine konkreten inneren Einstellungen überall dort, wo du das Gefühl hast, dass Sand im Getriebe ist. Frage dich, wie deine Einstellungen wirken. Problematisch ist eine Einstellung immer dann, wenn sie dir irgendwie im Wege steht. Dich also eher behindert, blockiert und dir insgesamt nicht guttut. Sei hier ganz ehrlich zu dir. Deine Gefühle sind dafür ein guter Indikator

Besonders Grundeinstellungen können äußerst hartnäckig sein und sind nicht so leicht zu verändern. Ich habe eine Methode entwickelt, die dich in die Lage versetzt, mentale Blockaden rasch aufzulösen. Damit gelingt es dir sogar, hartnäckige Einstellungen zu verändern.

Deine Identität wird auch stark von der Qualität deiner Gedanken bestimmt. Stell dir die Frage, ob du eine eher negative oder positive Grundhaltung hast. Bringen dich deine Gedanken eher voran oder behindern sie dich? Ideal ist hier eine optimistische Grundhaltung. Diese sollte aber einen ungetrübten Blick auf zu erwartende Schwierigkeiten einbeziehen. Blicke immer auch auf mögliche negative Konsequenzen.


#2 Einflussnahme

Gewinne die Deutungshoheit über dein Leben zurück

Du kennst das bestimmt. Du hast dich mal wieder über einen Kollegen ziemlich geärgert. Obwohl du dir fest vorgenommen hattest, das nicht mehr zu tun. Und was ärgert dich daran am meisten? Richtig… die Tatsache, dass du dich geärgert hast, obwohl du das eigentlich nicht mehr wolltest.

So geht es vielen Menschen. Sie fühlen sich oftmals wie Statisten in ihrem eigenen Film. Obwohl sie eigentlich die Hauptrolle und Regie innehaben. Wir denken viel zu oft, dass wir “sowieso nichts dagegen ausrichten können” (mangelnde Kontrollüberzeugung) oder dass wir “etwas nicht schaffen werden” (geringe Selbstwirksamkeitserwartung).

Wenn du eine solche blockierende innere Haltung fleißig über Jahre hinweg kultivierst, dann resultiert daraus eine Art erlernte Hilflosigkeit. Das hat der Begründer der positiven Psychologie Prof. Martin Seligmann durch seine Forschungsarbeiten eindrucksvoll bestätigt.

Solche Menschen, ergeben sich ganzes ihren Automatismen und Gewohnheiten, obwohl sie gerne einiges daran ändern würden. Wenn sie nur wüssten WIE! Als Alibi dient dann gerne die Aussage “Ich bin halt so, wie ich bin”.


Sie alleine bestimmen, wie Sie auf alles, was Ihnen im Leben widerfährt, reagieren.

Viktor Frankl, bekannter Neurologe und Psychiater

Im zweiten Schritt geht es darum, maßgeblich Einfluss auf deine Bewertung der Lebensereignisse zu nehmen. Mache dir immer wieder klar: auch wenn du die Rahmenbedingungen als solche nicht verändern kannst, du kannst aber immer entscheiden, was Ereignisse für dich bedeuten und wie du auf sie reagierst.

Das ist eine unglaubliche Macht, die jeder von uns hat, sie aber selten richtig nutzt.

Es gibt fantastische Techniken, mit denen du beispielsweise ein unangenehmes äußeres Ereignis in eine “innere Erfahrung” verwandelst, die viel weniger unangenehm ist. Du kannst viel mehr Macht über deine Gefühle bekommen, als du denkst.

Du kannst die Qualität deiner Entscheidungen dramatisch verbessern, wenn du die Fallstricke in deinem Entscheidungsverhalten auflöst. Und wer gelernt hat, seine Aufmerksamkeit klug zu fokussieren, der wird nie mehr den überall lauernden Energiefresser auf den Leim gehen.


#3 Initiative

Mutig und motiviert Veränderungen und Herausforderungen angehen

Träumst du auch gerne? Ich gebe zu, ich träume gerne. Manchmal einfach so vor mich hin, ohne konkrete Vorstellung. Aber oft male ich mir ganz konkret aus, was wäre, wenn…

Das habe ich schon immer gerne getan. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass, je mehr ich in einer bestimmten Sache in Träumen schwelgte, umso weniger bin ich die Sache tatsächlich angegangen. Es fehlte mir einfach an dem nötigen Antrieb und der erforderlichen Motivation, die Initiative zu ergreifen.

Ich konnte das lange nicht wirklich einordnen. Bis ich auf die Forschungsarbeiten der Psychologieprofessorin Gabriele Oettingen stieß. Diese hat herausgefunden, dass positive Fantasien und Träume nicht zum Handeln motivieren, wenn sie wenig Bezug zu früheren Erfahrungen aufweisen. Damit fällt das ganze Denkgebäude des positiven Denkens mit seinem “Denk-dich-reich-und-glücklich-Dogma” ein ganzes Stück in sich zusammen.

Ich hatte von je her den Verdacht, dass das mit der Motivation doch komplexer sein muss, als uns die Motivationsgurus mit ihren Plattitüden glaubhaft machen wollen. Und in der Tat ist es so.

Optimismus alleine bringt Menschen noch lang nicht ins Tun. Im Gegenteil. Das Schwelgen in positiven Zukunftsphantasien lähmt uns eher und führt, wenn man es doch angehen sollte, häufig zum Scheitern.

Worauf es tatsächlich ankommt, dass wir die Initiative ergreifen, ist das Zusammenspiel von Mut, Selbstvertrauen, kluger Zielgestaltung, Sinngebung, Risikobewertung, Kompetenzeinschätzung und Strategieplanung.


#4 Ausdauer

Durchhalten und Ziele auch gegen Hindernisse und Widerstände erreichen

Die Initiative zu ergreifen ist eine Sache. Die anfängliche Motivation auch über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten, eine andere. Die Schritte 3 und 4 sind daher in einem sehr engen Zusammenhang zu sehen und gehören zusammen.

Natürlich ist Initiative der erste Schritt. Wirklich entscheidend ist aber, dass du in der Lage bist, deine Ziele in Ergebnisse zu verwandeln. Und dafür braucht es mehr als nur Motivation im engeren Sinne.

Ich unterscheide zwei Phasen der Motivation. Einmal die Motivation, eine Handlung zu beginnen und die Motivation, eine Handlung bis zum Ende aufrechtzuerhalten.

Dein Durchhaltevermögen kannst du wunderbar steigern, indem du lernst, positive Routinen aufzubauen. Die haben gegenüber der Willenskraft einen entscheidenden Vorteil: sie erfordern keine permanente Zufuhr an mentaler Energie.

Die meisten Menschen kleben an Ihren einmal gesteckten Zielen oder laufen gar falschen Zielen hinterher. Falsche Ziele sind solche, die nicht zu dir passen, weil sie beispielsweise nicht deinen Kompetenzen entsprechen oder zu unrealistisch gesetzt sind. Der Grundstein für die Ausdauer wird also bereits mit dem Ziel gelegt.

Akzeptiere Dinge, die du nicht ändern kannst, als Bestandteil des Ganzen. So kannst du sie leichter annehmen und aushalten. So rauben sie dir kaum mehr Energie.

Erhöhe deine Selbstdisziplin und Leidensfähigkeit, in dem du dir in anfänglich kleiner Dosis, dann immer mehr unangenehme Dinge zumutest. Ich lege mir in der Trainingsphase vor einer Expedition immer mal kleine Steine in die Schuhe. So trainiere ich meine Fähigkeit Blasen, die immer irgendwann kommen, im Ernstfall auszuhalten.


#5 Balance

Baue dir deine spezifische Strategie zur Regeneration

Es gibt von allem ein Zuviel. Selbst die stärkste Psyche hält dich nicht dauerhaft am Limit. Selbst der stärkste Motor überhitzt und platzt, wenn er permanent am Limit gefahren wird. Leistung kann nur gedeihen, wenn du für Erholung und Regeneration sorgst. Studien zeigen, dass diese regenerativen Phasen unbedingte Voraussetzungen für Spitzenleistung sind. Das gilt auch für die Psyche.

Im fünften Schritt baust du dir deine persönliche Regenerationsstrategie, die aus Erholung, Ablenkung, Entspannung, Hobby und Genuss besteht. Mache diese nicht zu einem weiteren stressfördernden Leistungselement, sondern lasse das Leistungsdenken einmal bewusst außen vor.

Sorge für Ausgleich zwischen deinen Lebensbereichen Arbeit und Privat. Schaffe dir Wohlfühlinseln (völlig egal welche) die du gegen jegliche Form der Vereinnahmung von außen verteidigst.

Experimentiere mit unterschiedlichen Entspannungsmethoden. Lasse dich hier nicht von Hypes beeindrucken. Die kommen und gehen. Achtsamkeitstraining und Meditation können für manche Menschen genau das Richtige sein, bei anderen wiederum erhöht es sogar den Stressfaktor.

Musik und Natur haben beide wissenschaftlich belegt signifikante und vielfältig positive Effekte auf die Psyche. Jetzt weißt du, warum ich Musiker, Komponist und Outdoorenthusiast bin. Das Gleiche gilt für Ernährung und Bewegung/Sport.

Du hast tausend Möglichkeiten, du musst nur die finden, die für dich passen. Der tolle Effekt einer guten Regenerationsstrategie ist, dass sie dein psychisches Leistungsniveau und deine mentale Belastungsgrenze dauerhaft anhebt.


#6 Beziehungsstärke

Menschen besser verstehen und begeistern

Die Schritte eins bis fünf bilden bereits wichtige Fähigkeiten aus, die sich auch auf deine psycho-soziale Kompetenz positiv auswirken. In Schritt sechs geht es um ein weiteres Fine-Tuning.

Eine elementare Grundvoraussetzung für die Gestaltung guter Beziehungen, egal ob im Job oder im Privaten, ist eine generelle Offenheit für die Sichtweisen anderer Menschen in Verbindung mit der Fähigkeit, seine eigene Sichtweise zu hinterfragen. Was nicht heißen will, dass du dir die andere Sichtweise zu eigen machen musst.

Wer das hinbekommt, der schafft eine solide Basis, auf der Toleranz, Vertrauen und Respekt gedeihen können. Solche Menschen sind in der Lage, unterschiedliche Meinungen und Positionen auf ein gemeinsames Ziel hin zu harmonisieren.

Dazu ist es ungemein hilfreich, sich folgende 3 Fragen zu stellen:

  1. Könnte es nicht anders sein, als ich denke?
  2. Was gewinne ich möglicherweise durch die Sichtweise des anderen dazu?
  3. Welchen Nutzen kann der Andere aus meiner Sichtweise ggf. ziehen?

Wenn du alleine diese Strategie konsequent umsetzt, wird sich die Qualität deiner Beziehungen dramatisch steigern.

Menschen, die immer Recht haben wollen, sind schwache Menschen und selten verlässliche und gute Kollegen, Chefs oder Partner. Das Gleiche gilt für Menschen, die Konflikte nicht als Diskurs in der Sache sehen, sondern diese ins Persönliche abgleiten lassen.

Forschungsergebnisse zeigen klar, dass Menschen, deren Meinung nie gefragt ist und die aufgrund der Dominanz anderer meist überhört werden, weit hinter ihren Leistungsmöglichkeiten bleiben.

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Das Allerwichtigste: Die Umsetzung

In diesem Artikel habe ich dir einen Überblick verschafft, worauf es wirklich ankommt, um das unglaubliche Potenzial deiner Psyche voll zu nutzen. Ein Artikel kann natürlich nur exemplarische Beispiele zeigen, was es an Strategien und Methoden gibt, um deine Ziele zu erreichen.

Aus jahrelanger Trainings- und Coachingpraxis mit tausenden Seminar-Teilnehmern und Coaching-Klienten weiß ich, dass sich viele Menschen mit der Veränderung von Denk- Verhaltens- und Gefühlsmustern äußerst schwertun.

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