Grönland: Vom Scheitern auf dem Inlandeis

Es sollte die ganz große Herausforderung im Eis werden. Es wurde ein Desaster. Von Beginn an stand die Expedition unter keinem guten Stern. Erst war unser unser gesamtes Gepäck nirgends auffindbar. Dann brachen wir mit den Skidos mehrmals im Packeis ein. Dann mussten wir eine extrem Schlechtwetterperiode in einem Verschlag aussitzen, weil sich unsere Inuit-Fahrer weigerten, weiterzufahren. Dann versagte bei einem Skido der Keilriemen, kurze Zeit später gab der Skido ganz seinen Geist auf. Zu viert mussten wir auf einem Motorschlitten weiter.

Endlich nach 600km Anreise kommen wir an der Gletscherzunge an. Der nächste Schock. Es ist kein Eis da! Es bleibt uns nichts anderes übrig, als unsere komplette Ausrüstung über eine Distanz von 5 Kilometer über die unwegsame und steile Moräne des Gletschers in unzähligen Märschen zu transportieren.

Endlich kann der mühsame Aufstieg beginnen. Es ist ungewöhnlich warm und das Eis nass und pampig. Das Gehen ist unglaublich mühsam. Die Pulken bleiben immer wieder im Eis kleben. Die Sonne verbrennt mir meine Lippen, so dass ich nur noch unter starken Schmerzen Essen kann. Bei einem Sturz habe ich mir eine Rippe geprellt, die mich kaum noch Atmen lässt. Und meine Fersen sind bis auf den Knochen wund. Doch ich quäle und schinde mich weiter jeden Tag.

Immer wieder müssen wir gefährliche Eisbrüche und riesige Gletscherspalten überqueren. All diese Herausforderungen haben wir gemeistert um am Ende doch aufgeben zu müssen. Der Grund: Die Bindungen unserer Skier haben sich nach und nach verabschiedet, da sie der extremen Belastung durch das ständige Einbrechen und wieder Rausziehen aus dem weichen tiefen Eis oder aus kleineren Gletscherspalten nicht gewachsen waren.

Die ganze Story in Kürze!!!

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